HSG Würm/Mitte – SG Steinbach/Kappelwindeck 27:27

Mit toller Moral, 6 Jugendspielerinnen und tragischer Verletzung von Spielführerin Nathalie Droll, wichtigen Auswärtspunkt in München erkämpft !

Die obligatorische Frage, ob bei Unentschieden ein Punkt gewonnen oder verloren wurde, stellte sich für die SG Verantwortlichen nach Spielschluss nur bedingt. Zu schwer lasteten die Eindrücke nach der schweren Unter- und Oberarmverletzung von Nathalie Droll noch in den Köpfen, die mit großen Schmerzen nach einem unkontrollierbaren Sturz beim Sprungwurf gegen die gegnerische Abwehr, fast 30 Minuten auf dem Spielfeld versorgt werden musste, bevor sie mit Notarztwagen in das Krankenhaus abtransportiert und vor Ort sofort operiert werden musste.

Schon mit sehr verändertem Kader (drei weitere A-Jugendliche) – nach dem Saisonaus von Sarina Müller, der Krankheit von Verena Keller und der verhinderten Anina Hodapp angereist, wollte man die Distanz zu den Abstiegsplätzen weiter wahren und einen direkten Kontrahenten auf jeden Fall in Schach halten. Dies gelang zu Beginn beim tollen 3.Liga Debüt von Karla Höhne mit den ersten beiden Treffern ,recht eindrucksvoll und gab dem neuformierten Team die scheinbar nötigen Sicherheit (0:2). Dann ließ man aber leider reihenweise beste Chancen liegen, bzw. versuchte zu oft die Nebenleute und Kreisspielerinnen anzuspielen, statt beherzt den direkten Weg zum Tor zu suchen, was die Partie zum Kippen brachte und die Heimmannschaft beim 9:5 schon klar in Führung sah, da man auch weiterhin teils unkonzentriert abschloss. Nach einigen Umstellungen durch die Trainer Bauer/Manz, kam man dann aber wieder viel besser ins Spiel und konnte beim 12:13 erstmals wieder die Führung übernehmen, bevor kurz vor Halbzeit die beschriebene Szene mit Nathalie Droll ablief, die dabei noch den Ausgleich zum 14:14 erzielte, diesen aber teuer bezahlte. Mit dem Halbzeitpfiff konnte Sara Hildebrand einen Strafwurf zur erneuten Führung von 14:15 unterbringen.

Die Halbzeitbesprechung diente dann in erster Linie dazu, den Schock des Gesehenen zu verarbeiten und den Focus auf die besprochenen taktischen Vorgaben zu lenken. Dies gelang – auch dank der inzwischen eingewechselten Torhüterin Oliva Blandl überraschend gut, ging man doch erstmals selbst klar in Führung (16:19 – 19:22- 21:24) wobei man besonders in der Abwehr bravourös kämpfte und so manchen Ballgewinn verbuchen konnte.

Leider gelang es nicht, diese Führung zu halten, bzw. weiter auszubauen, da man nun erneut leichtfertig einige Chancen vergab und den Gegner, 10 Minuten vor Spielende wieder auf ein Unentschieden herankommen ließ. In dieser Phase gelang es leider nicht, die beiden auffälligsten Akteurinnen aus Würm (Toth und Beba im Rückraum) auszuschalten, die in dieser Phase nach Belieben trafen. In der dramatischen Schlussphase wechselte dann nochmals jeweils die Führung, als Franzi Manz beherzt den Weg zum Tor suchte und Laetitia Quist aus dem Rückraum traf. Eine Minute vor Schluss, wurde man dann beim 27:26 allerdings noch mit einer Zeitstrafe belegt, was das Team aus München beim letzten Angriff im Vorteil sah, die SG Mädels dann aber mit aller Entschlossenheit in der Defensive auftraten und letztlich die an diesem Tag sehr überzeugend aufspielende Munja Kotzian von Rechtsaußen kurz vor Schluss den verdienten Ausgleichstreffer erzielen konnte.

Schön zu sehen, dass sich tatsächlich alle mitgereisten Spielerinnen bewähren konnten, auch die drei Debütantinnen – Karen Klöpfer, Janina Horn und Karla Höhne ihre Sache gut machten und so die Hoffnung nährten, dass man den Weg mit eigenen Nachwuchskräften auch in Zukunft weiter gehen kann und trotz sicherlich noch hartem Abstiegskampf, auch im nächsten Jahr wieder Bundesliga Handball in Steinbach und Bühl zu sehen sein wird.

Gleich am nächsten Samstag, 20 h – Neue Halle Bühl, empfängt man mit dem ehemaligen Zweitligisten und Verbandsrivalen SV Allensbach als Tabellenzweiten ein Topteam, der sicherlich dem jungen SG-Team erneut alles abverlangen wird.

Aufstellung:
Tor: Svenja Wunsch, Olivia Blandl, Miriam Federau
Feld: Karen Klöpfer, Karla Höhne 2, Janina Horn, Laetitia Quist 5, Nathalie Droll 1, Franzi Manz 3, Sarah Daul 2, Munja Kotzian 8, Stephanie Elies 1, Kathrin Gerspach 1, Celine Baier 1, Fitore Aliu 1, Sara Hildebrand 2/1

Bericht : Drulli

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