HSG Freiburg – SG Steinbach/Kappelwindeck 32:25

Mit stark ersatzgeschwächtem Team den Zweitliga-Aufsteiger 40 Minuten geärgert geht die SG erhobenen Hauptes in Freiburg vom Platz !

Erneut nochmals stark dezimiert, wehrte sich die SG beim designierten Zweitligisten in Freiburg so lange die Kräfte reichten bravourös, um dann zum Schluss etwas zu deutlich zu verlieren.
Zu den zahlreichen langzeitverletzten Spielerinnen (Droll, Müller, Daul) kamen am Samstag Abend auch noch angeschlagene und kranke Akteurinnen hinzu (Blandl, Gerspach, Kotzian, Höhne, Klöpfer). Dabei war die vom Staffelleiter ausgesprochene, zweimalige Spielsperre gegen Anina Hodapp nach ihrer umstrittenen Roten Karte (wegen Abstandsvergehen..!) das absoluten Ärgernis der letzten Tage, da eine solche nachträgliche Bestrafung in den Regularien des Regelwerks eigentlich nicht statthaft ist, was alle befragten Experten so auch bestätigten und die SG zu einem Widerspruch gegen das Urteil nötigte, für dieses Spiel aber einen weiteren Ausfall zu Folge hatte.

So saß in Freiburg zu Spielbeginn eine komplette Mannschaft nicht auf der Bank sondern gegenüber auf der Tribüne, als die mit 7 Jugendspielerinnen bestückte SG – Truppe zu Spielbeginn eindrucksvoll untermauerte, dass man sich weder vom Gegner noch von der proppenvollen Halle in Aufstiegsstimmung beindrucken lassen wollte und mit herzerfrischendem Angriffsspiel von Beginn an gegen den hohen Favoriten gut dagegen hielt, was die Spielstände beim 5:5 oder 9:8 auch beweisen. So konnte man vor allen Dingen über die beiden Außen (Aliu und Baier) immer wieder erfolgreich abschließen. Leider musste dann die zuletzt gut aufgelegte Stephi Elies angschlagen auch noch vom Platz und die HSG nahm Torjägerin Laetitia Quist in Kurzdeckung, was zur Pause allerdings noch gut kompensiert werden konnte (15:13). Leider konnte die SG-Defensive trotz ansprechender Leistung von Torhüterin Miriam Federau, mit wechselnden Abwehrsystemen die physisch sehr präsenten Gegnerinnen nicht immer entscheidend stören, die durch sehr großzügige Auslegungen von Vorteil und Schritte-Regelungen von den Schiedsrichtern sicherlich auch öfter profitieren konnten

Dennoch blieb man auch nach der Pause auf Schlagdistanz und hatte bis zur 40 Minute immer Hoffnung auch etwas zählbares mitzunehmen (18:16). Leider ließ man aber in dieser Phase etliche klare Chancen gegen die starke Torhüterin Lena Fischer liegen und ermöglichte den Gastgeberinnen jeweils einige einfache Gegenstoßtreffer, die eine Vorentscheidung zur Folge hatte. Dennoch blieb die SG-Rumpftruppe, immer wieder angetrieben von der gut aufgelegten und vorbildlich kämpfenden Spielführerin Franzi Manz mit viel Moral im Spiel und war 10 Minuten vor Schluss beim 24:21 noch dran. Dabei durfte auch die junge Janina Jülg in ihrem ersten Spiel bei den Frauen gleich 30 Minuten beweisen, welch tolle Entwicklung sie zuletzt genommen hat und stand in der Abwehr gewohnt sicher. Auch Verena Keller muss man sicherlich eine starke Partie in Angriff und Abwehr bescheinigen, wie sich überhaupt das ganze Team angesichts der äußeren Umstände überhaupt keinen Vorwurf machen darf und trotz der zum Schluss klaren Niederlage viel Charakter zeigte, was angesichts der brisanten Tabellensituation Hoffnung macht, das Saisonziel „Klassenerhalt“ auch tatsächlich zu erreichen.

Dies wird in den beiden nun anstehenden entscheidenden Heimspielen gegen Gröbenzell (Sa. 18 h, Neue Halle Bühl) und anschließend gegen den direkten Mitkonkurrenten Pforzheim sicherlich noch eine schwierige Aufgabe, bevor es zum letzten Spiel bei der Reserve des Bundesligisten Ketsch zur endgültigen Saisonabrechnung kommt. Die junge Truppe dürfte aber mit der gezeigten Einstellung sicherlich gute Chancen eingeräumt werden, auch im kommenden Jahr erneut Bundesliga-Handball in Steinbach und Bühl zeigen zu dürfen.

Aufstellung: Tor: Svenja Wunsch, Miriam Federau
Feld: Karen Klöpfer, Karla Höhne, Janina Horn 1, Laetitia Quist 3, Janina Jülg, Franzi Manz 5, Munja Kotzian 1, Stephanie Elies 3, , Celine Baier 3, Fitore Aliu 5/1, Sara Hildebrand 2/1, Verena Keller 2
Bericht : Drulli

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