In unserer Interview-Reihe ist diese Woche Peter Berdon an der Reihe. Der Rückraumspieler aus Kappelwindeck ist nämlich ein „Schutterwald-Experte“. Zusammen mit Luis Pfliehinger (Anmerkung: Luis spielt heute bei der HSG Konstanz) wechselte er noch zu B-Jugendzeiten nach Schutterwald. Peter verletzte sich 2013 allerdings schwer und kehrte danach zur SGSK zurück. Niemand wusste ob Peter überhaupt noch einmal Handball spielen konnte, doch mit viel Training und Physiotherapie steht Peter heute wieder auf dem Spielfeld. Vergangene Saison sammelte er noch Spielpraxis bei den Herren 2 und kam auch bei den Herren 1 zum Einsatz, in der Saison 2015/2016 gehört er zum festen Kader der Herren 1.

Die neue Saison beginnt in Kürze. Das zweite Spiel ist gegen den TuS Schutterwald. Du hast selbst eine Zeit in Schutterwald gespielt. Wie schätzt du den Gegner ein und wie könnt ihr gegen die Gäste gewinnen?
Schutterwald ist ein starker Gegner, der in den letzten Jahren immer im oberen Tabellendrittel der Südbadenliga mitgemischt hat, daher schätze ich den TuS als starken Gegner ein, welcher sicher schwer zu besiegen ist. Jedoch bin ich der Ansicht, wenn wir einen guten Tag haben und unsere Chancen geduldig ausspielen auch gegen Schutterwald gewinnen können.

Bild: handball-server.de
Bild: handball-server.de

Du hast dich vor zwei Jahren, noch im Dienste des TuS Schutterwald schwer am Knie verletzt. Wie schwer war es nach der Verletzung wieder Handball zu spielen und wie ‚fit‘ bist du wieder nach der Verletzung?
Es war wirklich ein sehr langer Prozess bis ich überhaupt wieder Handball in Erwägung ziehen konnte. Das erste halbe Jahr nach der Verletzung hatte ich mehrere Operationen. Zwischen den vier Operationen musste ich mich immer wieder fit halten und Beinmuskulatur mittels Krafttraining aufbauen und gleichzeitig 4x die Woche zum Physiotherapeuten, zur Mobilisierung des Kniegelenks und zur Lymphdrainage. Nach diesem halben Jahr war ich noch zwei Wochen in Reha. Anschließend durfte ich wieder anfangen zu joggen und musste weiterhin Muskelmasse in den Beinen aufbauen, um einer erneuten Verletzung vorzubeugen. Gegen September 2014 durfte ich wieder am Handballtraining teilnehmen und machte nebenbei mit unserer Physiotherapeutin Stabilisationen und Sprungübungen. Ab Dezember 2014 konnte ich dann komplett am Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft teilnehmen.
Ich würde sagen dass ich nach dieser Vorbereitung nun wieder bei 90 % meines Könnens bin, aber ich denke dass die letzten 10% nach einigen Spielen dann auch wieder zurückkommen werden. 🙂

Bild: Marco Schreiber
Bild: Marco Schreiber

Die Mannschaft hat einige Abgänge zu verzeichnen, worauf wird es diese Saison ankommen und wo siehst du die SGSK am Ende in der Tabelle?
ich denke dass wir mit der Mannschaft die Möglichkeit haben die Klasse zu halten. Der entscheidende Punkt ist, wie ich vorhin schon erwähnte, dass wir unsere Chancen in den Spielen Konsequenz nutzen und, dass wir geduldig spielen. Ich hoffe wir können früh einen mittleren Tabellenplatz erreichen und so frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Dieses Jahr wird es auch wieder einige Derbys geben. Was erwartest du in den Derbys von der Mannschaft und auch den Zuschauern? Und auf welches freust du dich am meisten?
In den Derbys erwarte ich von der Mannschaft selbstverständlich eine sehr große Motivation und den Ehrgeiz die Lokalrivalen zu besiegen. Von den Zuschauern wünsche ich mir – wie letzte Saison – ein volles Haus und eine bomben Stimmung. Am meisten freue ich mich auf das Spiel Zuhause gegen Sinzheim.

Bild: Marco Schreiber
Bild: Marco Schreiber

Es gibt Gerüchte, dass du sehr selten im Fußball (meistens gegen „die Alten“) gewinnst. Woran scheitert das oftmals? Sind die „Alten“ so stark oder konntest du dein Talent am Fußball nur noch nicht ausspielen?
Um ehrlich zu sein bin ich wirklich nicht der beste Fußballer doch an der Stärke „der Alten“ liegt es trotzdem nicht, dass ich selten im Fußball gewinne, sondern eher an einem fehlenden Quäntchen Glück 😀