Es war ein enges und umkämpftes Derby mit einer starken Abwehrleistung der Gäste aus dem Rebland. Am Ende war es einmal mehr die mangelhafte Wurfausbeute, die einen möglichen Sieg verhinderte.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen über 1:0 (2.) mit 4:2 (8.) in Führung. Muggensturm/Kuppenheim tat sich jedoch zunehmend schwer mit der offensiven Abwehr der SGKS. Zwar konnte Marvin Charles in der 14. Minute noch auf 6:3 erhöhen, doch Tim Schreck und Linus Eberle verkürzten anschließend für die Gäste.
Die Mannschaft von Sigurjón Sigurðsson kam nun immer besser ins Spiel. Aus einer stabilen Abwehr – unterstützt von Johannes Boos im Tor – resultierten mehrere Ballgewinne. In dieser Phase sorgten zwei Treffer von Maximilian Gangloff sowie ein Tor von Tim Schreck für die erste Gästeführung zum 7:8 (19.), was die Gastgeber zu einer Auszeit zwang.
Auch danach blieben die Gäste aus Kappelwindeck und Steinbach spielbestimmend. Über die rechte Achse Höll/Keller erhöhten sie fünf Minuten vor der Halbzeit auf 8:10. Zwei Siebenmeter-Tore von Jan Unser brachten Muggensturm/Kuppenheim jedoch wieder heran, sodass es mit einem 10:10-Unentschieden in die Pause ging.
Nach Wiederanpfiff war die SG Kappelwindeck/Steinbach die tonangebende Mannschaft. Torhüter Ferdinand Forcher kam für Johannes Boos ins Spiel und erzielte mit einem direkten Wurf ins verwaiste SGMK-Tor die 10:11-Führung (32.). Nach weiteren Ballgewinnen erhöhten Kaj Leimgruber und Nico Werner auf 11:13 (35.).
Durch einige überhastete Angriffsaktionen kam Muggensturm/Kuppenheim jedoch wieder zum 13:13-Ausgleich (41.). Dennoch legten die Gäste erneut vor – 13:14 (41.) und 15:16 (44.). Trotz Unterzahl erhöhte Johannes Höll auf 15:17 (47.). Kurz darauf erhielt auch Maximilian Gangloff eine – aus Gästesicht harte – Zwei-Minuten-Strafe. Die kurze doppelte Überzahl nutzten die Gastgeber zum 17:17-Ausgleich.
In der Crunchtime vergaben die Gäste dann jedoch zu viele klare Chancen. Trotz weiterhin guter Abwehrleistung zog Muggensturm/Kuppenheim auf 20:18 (56.) davon und brachte diese Führung schließlich über die Zeit.
Für die SG Kappelwindeck/Steinbach war es eine erneut bittere Niederlage. Positiv hervorzuheben ist jedoch die starke Defensivleistung sowie die gute Quote der Torhüter Johannes Boos (39 %) und Ferdinand Forcher (54 %), auf der im nächsten Spiel aufgebaut werden kann.
