Gegen Mannschaften aus dem Abstiegsbereich tut man sich weiterhin schwer. Nach der guten Leistung gegen den Spitzenreiter gab es in Ringsheim eine kalte Dusche für die Mannschaft aus Kappelwindeck und Steinbach. Wie es am Ende dennoch zu dem Punktgewinn gereicht hat, fragten sich nach Spielende einige Beteiligte.
Mit viel Druck gingen die Gäste in die Partie und konnten direkt durch Kaj Leimgruber in Führung gehen. Allerdings schlichen sich bereits nach wenigen Minuten erste Fehlwürfe im Angriff ein. So konnte Simon Heim für die SG ERA nach knapp sechs Minuten zum 3:3 ausgleichen. In der Folge legten die Gastgeber immer wieder ein bis zwei Tore vor, ehe die Gäste nachzogen. Über 5:3 (7.) ging es auf 5:5 (10.), bevor ERA wieder auf 8:6 (14.) erhöhen konnte.
Zwar stand man in der Abwehr relativ stabil, konnte die eroberten Bälle im Angriff jedoch nicht verwerten. Nach dem 8:8 (17.) durch Linus Eberle folgte eine kurze Drangphase der SGKS. Kaj Leimgruber und Maximilian Gangloff drehten die Partie zugunsten der Gäste und sorgten für die 9:10-Führung (19.). In der Folge war es erneut die Mannschaft von Sigurjon Sigurdsson, die vorlegen konnte, ehe ERA wieder ausglich.
Ab der 25. Minute folgte jedoch ein erneuter Durchhänger: Sechs Minuten lang blieb die Spielgemeinschaft Kappelwindeck/Steinbach ohne Torerfolg. Das nutzten die Gastgeber aus und gingen mit einer 14:12-Führung in die Pause.
Nach Wiederanpfiff sorgte Stefan Schmitt schnell für den Anschlusstreffer, mehr war zunächst jedoch nicht drin. Die Ringsheimer spielten ihre Angriffe geduldig aus und fanden immer wieder eine Lücke oder den Kreisläufer. So gelang es ihnen, sich zwischenzeitlich auf 19:16 (38.) abzusetzen. Erst Treffer von Johannes Höll und Kaj Leimgruber brachten Mitte der zweiten Halbzeit den 20:19-Anschluss.
Johannes Boos – zu Beginn der zweiten Halbzeit für Ferdinand Forcher ins Tor gekommen – parierte kurz darauf einen Siebenmeter von Gabriel Kaufmann und hielt seine Vorderleute im Spiel. Auf der Gegenseite ließ man jedoch selbst ebenfalls einen Strafwurf ungenutzt. Acht Minuten vor dem Ende verkürzte Maximilian Gangloff mit einem sehenswerten Treffer von außen auf 22:20. Als Simon Heim drei Minuten und 21 Sekunden vor Schluss zum 24:21 für die Gastgeber traf, deutete vieles auf einen Heimsieg hin.
Doch die Schlussminuten hatten es in sich. Es entwickelte sich ein hektisches Spiel, in dem die Rebländer zunächst keinen Profit aus Ballgewinnen ziehen konnten. Zwei Minuten vor dem Ende traf Johannes Höll zum Anschlusstreffer. In der Abwehr erarbeitete man sich erneut mehrere Ballgewinne und profitierte zudem von Fehlern der Gastgeber. Vier Sekunden vor dem Ende war es erneut Johannes Höll, der zum 25:25-Ausgleich traf. Der letzte Wurf der Gastgeber – direkt nach dem Anspiel – wurde von Johannes Boos pariert.
Am Ende stand ein glücklicher, aber hart erkämpfter Punktgewinn. Sicher nicht die optimale Ausbeute, aber mehr, als man wenige Minuten vor Spielende noch erwarten konnte.
Am kommenden Sonntag (17.00 Uhr / Sportschule Steinbach) empfängt die Mannschaft dann den TV Oberkirch in der Sportschule Steinbach.
(Alte) Rumpfmannschaft erkämpft sich beide Punkte in Malsch
Es war mit Sicherheit kein Handball-Leckerbissen, den die Zuschauer in der Malscher Sporthalle am Samstagabend zu sehen bekamen, doch unterm Strich standen zwei Punkte für die Rebland-SG.
Das Spiel begann überraschend gut: Schnell konnte man sich auf 1:5 absetzen und zwang die Gastgeber zu ihrer ersten Auszeit. Diese zeigte Wirkung. Während die Gäste nun reihenweise Fehlwürfe produzierten, starteten die Malscher ihre Aufholjagd. So war es Dennis Rapp, der in der 9. Minute zum 5:5-Ausgleich traf, ehe Joris Beck kurz darauf die erste Führung für die Gastgeber erzielte.
Die Partie war nun ausgeglichen. Fehlwürfe im Angriff konnte man dank guter Paraden von Laurenz Bleich zunächst noch relativ unbeschadet überstehen. Die Gäste legten vor, Malsch zog nach. Über ein 10:10 (19.) ging es in Richtung Halbzeit. Eine kurze Druckphase mit zwei Treffern von Benni Müll sowie einem Tor von Fabian Braun brachte erneut eine 11:14-Führung. Diese konnte man jedoch nicht konsequent halten, nahm aber immerhin eine knappe 17:18-Führung (Tor durch Nico Werner) mit in die Pause.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit häuften sich erneut die Fehlwürfe. So wurde aus einer 18:20-Führung in der 37. Spielminute ein 23:21-Rückstand. Zwei Tore von Finn Hurle sowie ein weiterer Treffer von Fabian Braun drehten die Partie beim Stand von 23:24 (40.) wieder zugunsten der Gäste.
In der Folge konnten die Spieler aus dem Kappler und Steinbacher Rebland die knappe Führung zunächst behaupten – wirklich souverän wirkte das Spiel jedoch nicht. Auf Seiten der Gastgeber war es vor allem Niklas Riedinger, der immer wieder erfolgreich war, so auch in der 47. Minute per Siebenmeter zum 29:30. Kurz darauf drehten Joris Beck und Fabian Hepke die Partie erneut zugunsten der Malscher – 31:30 für die Gastgeber.
In den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der Teams entscheidend absetzen konnte, wobei Malsch leichte Vorteile hatte. Drei Minuten vor dem Ende traf Nico Werner zum 35:36. Kurz darauf erhielt SG-Spielmacher Fabian Braun eine Zeitstrafe, aus der Malsch jedoch keinen Nutzen ziehen konnte. 35 Sekunden vor Abpfiff war es erneut Nico Werner, der mit seinem 11. Treffer zum 37:38 die Führung für die SG Kappelwindeck/Steinbach erzielte. Der letzte, hitzige Angriff der Gastgeber brachte zwar noch eine Zeitstrafe für Philipp Hochstuhl, jedoch kein Tor mehr für Malsch.
Auch wenn das Spiel mit einer Rumpfmannschaft bestritten wurde und der Altersdurchschnitt bei über 32 Jahren lag, konnte man am Ende beide Punkte mit nach Hause nehmen. Damit wahrt man weiterhin die Chance auf die direkte Qualifikation zur eingleisigen Bezirksoberliga in der kommenden Saison.
Kurios war zudem der Einsatz von SG-Torhüter Jörg Wickenheißer: Nachdem er am Dienstag im Training seinen Rücktritt aus den Herren II verkündet hatte, musste er am Samstag bereits wieder reaktiviert werden.
