Am 22.11.25 fand unter dem Motto „Hands Up For More“ das letzte Turnier der Handball-Mini-WM-Serie in Schwäbisch Hall statt. Beim Turnier wird der offizielle Spielplan der Frauen-Handball-WM 2025 von 32 Mannschaften nachgespielt, die jeweils ein teilnehmendes Land vertreten. Auch der ältere Jahrgang der E-Mädchen der SG Kappelwindeck/Steinbach war beim Turnier mit zwei Mannschaften angemeldet und spielte unter den Nationalflaggen von Island und Uruguay.


Früh morgens begann die Vorrunde für beide Mannschaften in einer gemeinsamen Gruppe, wobei das Feld mit Island als späterem Drittplatzierten, Deutschland als späterem Viertplatzierten, sowie Serbien und Uruguay als die späteren Finalisten des President’s Cups die wohl stärkste Vorrundengruppe des Turniers stellte. Die Mannschaft aus Island kam sehr gut ins Turnier und konnte sich nach drei starken Spielen mit dem ersten Platz der Vorrundengruppe für die Hauptrunde qualifizieren. Die Mannschaft aus Uruguay tat sich zu Beginn schwer ins Turnier zu finden und konnte sich gegen das starke Teilnehmerfeld der Vorrunde leider nicht durchsetzen.

Nach der Mittagspause startete die Mannschaft aus Uruguay in den sogenannten President’s Cup. Dabei werden die Dritt- und Viertplatzierten aller Vorrundengruppen neu gemischt und spielen ein eigenes Turnier um die Platzierungen 17 – 32. Während des President’s Cups war deutlich zu erkennen, dass die Uruguayos immer besser ins Turnier und auch zu ihrem Spiel fanden. So setzte man sich in der Gruppenphase souverän gegen Paraguay und Montenegro durch. Im Viertel- bzw. Halbfinale gewannen unsere Uruguayos in zwei stark umkämpften Spielen gegen die Teams aus Angola und Österreich. Im Finale wartete dann erneut die Mannschaft aus Serbien, der man nun am Ende des Turniers deutlich mehr abverlangte als noch in der Vorrunde am Morgen. Leider musste man sich dem Sieger aus Serbien abermals knapp geschlagen geben und beendete das Turnier auf dem 2. Platz des President’s Cups.


Parallel zum President’s Cup wurde die Hauptrunde der Mini-WM mit unserer Mannschaft aus Island gespielt. Die Isländerinnen knüpften nahtlos an ihre Leistungen der Vorrunde an und bezwangen die Mannschaften aus Spanien und den Färöer-Inseln ohne Probleme. Auch im Viertelfinale setzte man sich gegen die nordischen Nachbarn aus Schweden deutlich durch. Im Halbfinale stand man dann dem späteren Turniersieger aus Rumänien gegenüber. Gegen die stark körperbetont spielende Mannschaft aus Rumänien konnten sich unsere Isländerinnen über die gesamte Spielzeit behaupten, bevor man sich dann im Penalty-Shootout geschlagen geben musste. Im letzten Spiel konnte man sich gegen den bereits aus der Vorrunde bekannten Gegner aus Deutschland durchsetzen und sicherte sich so den 3. Platz des Turniers.

Neben den sportlichen Erfahrungen auf dem Spielfeld bleibt der Zusammenhalt der ganzen Truppe zu betonen. Im gesamten Turnierverlauf feuerten sich die Mannschaften gegenseitig von der Seitenlinie aus – gespickt mit selbstgemachten Fanartikeln, Flaggen und Trommeln – durch Fangesänge und Jubelrufe an und kitzelten so den letzten Ehrgeiz aus unseren Mädels heraus. Dabei hatten sie mit den mitgereisten Eltern einen lautstarken Fanblock im Rücken, der den ganzen Tag über gute Laune und Stimmung in der Halle verbreitete und hierfür am Ende des Tages durch den Fanpreis für die Mannschaft Uruguay belohnt wurde. Dazu hat sicherlich beigetragen, dass die Eltern unserer Mädels bereits im Vorfeld des Turniers starken Einsatz zeigten und zahlreiche Fanartikel bastelten, um die Länder Island und Uruguay standesgemäß durch Poolnudelpferde, Sonnenhaarreifen oder farbige Pom-Poms repräsentieren zu können. Ein besonderer Dank geht hier an die TSG Schwäbisch Hall und allen Verantwortlichen für die Ausrichtung eines sehr gelungenen Handballturniers, bei dem wir uns mit Mannschaften und Trainern aus unbekannten Bezirken messen durften und neue Bekanntschaften knüpfen konnten.


