Nach gebrauchter 1.Halbzeit wurde sensationelle Aufholjagd nicht belohnt

(Bild: Lisa Schipper erneut mit toller Vorstellung)

HC Erlangen – SG Kappelwindeck/Steinbach  34:33

Die SG Kappelwindeck/Steinbach hat beim HC Erlangen eine beeindruckende Moral bewiesen, musste sich am Ende jedoch denkbar knapp mit 33:34 geschlagen geben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kämpfte sich die SG in einer leidenschaftlichen zweiten Hälfte eindrucksvoll zurück und stand kurz vor einem kaum noch für möglich gehaltenen Punktgewinn.

Die Partie begann aus Sicht der Gäste alles andere als optimal. Erlangen legte mit viel Tempo los und setzte sich schnell mit 3:0 ab. In der Anfangsphase fehlte der SG vor allem in der Defensive der Zugriff, während im Angriff einige gute Möglichkeiten ungenutzt blieben. Trotz eines frühen Team-Timeouts fand die SG Kappelwindeck/Steinbach zunächst keinen Rhythmus. Über 6:1 und 12:6 bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders in der Phase zwischen der 20. und 25. Minute nutzte Erlangen konsequent jede Unsicherheit und zog auf 19:8 davon. Bis zur Pause gelang es der SG zwar, das Ergebnis etwas zu stabilisieren, dennoch ging es mit einem deutlichen 12:21-Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft jedoch ein völlig anderes Gesicht. Mit deutlich mehr Aggressivität in der Abwehr, besserer Torhüterleistung und klareren Entscheidungen im Angriff startete die Aufholjagd. Angeführt von einer treffsicheren Desire Kolasinac, die insgesamt elf Tore erzielte und vom Siebenmeterpunkt sicher blieb, sowie Lisa Schipper mit acht Treffern, arbeitete sich die SG  K/S Schritt für Schritt heran. Auch Lilith Klein und Franka Riedl setzten wichtige Impulse auf Außen und im Rückraum.

Beim 26:26 in der 47. Minute war der Ausgleich geschafft. Die Partie war nun völlig offen, und die SG hatte das Momentum auf ihrer Seite. In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die SG Frauen  blieben ruhig, übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung und ging in der 58. Minute mit 33:32 in Front. Der Auswärtssieg schien plötzlich greifbar.

Erlangen reagierte jedoch abgeklärt, glich postwendend aus und nutzte nach einer Auszeit die letzte Angriffsmöglichkeit konsequent zum entscheidenden Treffer 31 Sekunden vor Schluss. Die SG bekam noch eine Chance, konnte diese aber nicht mehr verwerten.

Am Ende stand eine bittere 33:34-Niederlage, die sich nach dem Spielverlauf dennoch fast wie ein gewonnener Punkt anfühlte. Die zweite Halbzeit hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial und welche Mentalität in der Mannschaft stecken. Auf dieser Leistung lässt sich für die kommenden Aufgaben aufbauen.

Aufstellung:

Tor: Ina Rahner, Amelie Kollmeyer

Feld: Lisa Schipper 8, Desi Kolasinac 11/4, Sarah Tränkel, Sara Hildebrand, Petra Botarell, Lorena Vierling 2, Lilith Klein 4, Franka Rield 7

Bericht:  SaTr
Foto: Harro Hornung