Am vergangenen Samstag ging es zum Tabellenführer und noch ungeschlagenen SG BBM Bietigheim. Die Rollen waren also klar verteilt, allerdings rechnete man sich im SG Lager durchaus Chancen aus, schließlich wollte man dieses Jahr in der BWOL vorne mitmischen und hat bisher lediglich auch nur einen Punkt (in Nellingen) abgegeben.

Es entwickelte sich zunächst eine nervöse Partie auf beiden Seiten: Viele technische Fehler und Fehlwürfe prägten das Spiel. Nach vier Minuten stand es erstmals 1:3 für die SG durch zwei Tore von Lucy Klingler von Außen und ein Tor von Ariane Pfundstein am Kreis. Aber auch Bietigheim fand jetzt besser ins Spiel. Nach sechs Minuten stand es 3:3. Bis zur 11. Minute zum 5:5 war die Partei noch ausgeglichen, doch man merkte, dass das Spiel nun langsam zu Gunsten der Gastgeber kippte. Die SG tat sich im Angriff immer schwerer gegen die defensive 6:0, zu viele überhastete Abschlüsse prägten den SG Angriff und in der Abwehr kam man immer weniger mit der wendigen Viviann Igbokwe zurecht. Beim 8:5 nahm die SG folgerichtig die Auszeit und stellte die Abwehr um. Leider auch danach fanden wir nie wirklich in unser Spiel. Mit einem deutlichen 16:8 gingen wir in die Pause.

Die Mädels waren verständlicherweise hinsichtlich des Spielstandes etwas geplättelt. Dennoch wollte man versuchen, das Spiel in Halbzeit zwei noch mal etwas enger zu gestalten. Lucy Klingler nahm Viviann Igbokwe in Einzelmanndeckung. So gestaltete sich das Spiel zumindest zweitweise ausgeglichen (17:9, 19:12, 20:13), aber der Torabstand blieb im Grunde genommen gleich. Die SG erarbeitete sich zwar nun deutlich mehr Chancen im Angriff (insbesondere durch Helena Bertele auf der ungewohnten Rückraumlinken), man scheiterte aber immer wieder an der gut aufgelegten gegnerischen Torfrau. Mit einer heftigen Niederlage von 27:16 musste die SG wieder nach Hause fahren: Ein Spiel, in dem nahezu keine Spielerin ihre Normalform erreichte, reicht gegen einen so starken Gegner wie die SG BBM natürlich nicht. Jetzt gilt es das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken. Passiert ist noch nichts, nächste Woche aber auch im Rückspiel gegen Bietigheim wird sich die Mannschaft mit Sicherheit wieder von einer ganz anderen Seite zeigen und das erklärte Saisonziel Deutsche Meisterschaft nicht aus den Augen verlieren.

Für die SG spielten: Ina Rahner, Analena Märkle (beide Tor), Helena Bertele (2 Tore), Lucy Klingler (5), Ariane Pfundstein (2), Luna Baumann, Marleen Kern, Leonie Bürger (2), Saskia Vogel (3/2), Lisa Schipper (2).

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