Qualifikationsturnier weibliche B-Jungend BWOL

Irgendwie sollte es nicht sein

Am Samstag, den 30.04.2022, stand das Qualifikationsturnier zur BWOL (weibl. B-Jugend) in heimischer Halle an. Die Gruppenauslosung war schon alles andere als glücklich, denn mit Freiburg und Schozach-Bottwartal kamen zwei Hochkaräter und auch Pfullingen – so stellte es sich schnell heraus – war als schnell und kampfstark einzuordnen. Durch die neuen Qualifikationsregeln war von Beginn an klar, es kommen nur die beiden Gruppenersten weiter und für die Platzierten wird es – entgegen früheren Regeln – keine zweite Chance mehr geben.

Das erste Spiel ging nach großem Kampf gegen Freiburg verloren. Schnell gerieten wir nach 5 Minuten in eine 4-Tore-Rückstand, den wir aber fast bis zur Pause haben aufholen können (7:8). Doch die 2. Halbzeit startete wie die erste und wir gerieten erneut in eine 4-Tore Rückstand. Und wieder kämpften sich die Mädels bis auf ein Tor an Rückstand (4 Minuten vor Spielende) heran, um dann doch mit 13:16 den Kürzeren zu ziehen.

Somit war klar, die folgenden Spiele mussten gewonnen werden. Gegen Pfullingen klappte der Start und zur 10. Minute führten wir bereits mit 10:3. Die aggressive Deckung ermöglichte uns viele Ballgewinne und schnelle Tempogegenstöße. Mit einem beruhigenden 12:6 Halbzeitstand ging es dann in die 2. Halbzeit, wo wir auch die Möglichkeit hatten möglichst allen Spielrinnen einige Spielanteile einzuräumen. Verdient gingen die Mädels am Ende mit 17:11 als Siegerinnen vom Platz.

Die Chancen waren somit gewahrt und das Endspiel gegen Schozach, die mit Jugendnationalspielerin L. Däuble antraten, stand an. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten konnten wir in den ersten Minuten das Spiel ausgeglichen gestalten und gingen dann sogar in der 4. Minute mit 3:2 in Führung. Danach riss aber der Faden gänzlich. Viele leichte Fehler im Angriff, sowie einige Fehlwürfe luden Schozach ein, einen Tempogegenstoß nach dem anderen zu starten. Bis zur Halbzeit lagen wir dann 5:11 im Hintertreffen. Die Halbzeitansprache war somit klar, zu verlieren gab es nichts mehr, sondern wir wollten aggressiv verteidigen und mit schnellen Ballgewinnen unser eigenes Tempospiel durchsetzen. Der starke Gegner ließ dies aber nicht wirklich zu und hielt auch seinerseits das Tempospiel hoch. Zudem merkte man den Schozacher Spielerinnen etwas mehr die Spielerfahrung auf BWOL-Niveau an (unsere Truppe besteht zu 2/3 aus dem jüngerem Jahrgang), sie waren im Abwehrverhalten robuster und in manchen Spielsituationen gedankenschneller. Mit einer 15:22 Niederlage verabschiedeten sich die SG-Mädels aus dem Turnier und spielen somit in der kommenden Saison in der Südbadenliga. Die Enttäuschung war allen ins Gesicht geschrieben, denn gehofft hatten alle, das Turnier zumindest als Zweiter abschließen zu können.

Zusammenfassend kann man sagen. Es war ein großer Kampf – daran hat es definitiv nicht gelegen. Es wurde gerannt, es wurde gefightet und selbst als man aussichtslos zurücklag, hielt man kämpferisch dagegen. In den entscheidenden Momenten in den Spielen gegen Freiburg und Schozach fehlte es am Ende etwas an der eigenen Chancenverwertung und Konzentration im Angriff. Etwas mehr Abgeklärtheit und Robustheit hätte vermutlich geholfen. Mit ein wenig mehr Spielglück gerade im ersten Spiel gegen Freiburg hätten man möglicherweise mehr erreichen können. Es fehlte nicht viel, aber letztendlich genug, um sich leider für die kommende Saison nicht für die BWOL qualifizieren zu können. Mit dem absolut lobenswerten Kampfesgeist gilt es nun in 2022/23 die „Truppe“ weiter zusammen zu schweißen und in der Südbadenliga die eigenen Stärken weiter auszubauen.

Für die SG spielten:
Jovana Babic, Amelie Kollmeyer, Lea Leutner (alle Tor), Hannah Benkeser, Rachel Bertele, Annika Damm, Janne Freitag, Hannah Gerber, Lisa Hofsäß, Jula Knopf, Julie Leppert, Jule Moschner, Denise Vierling, Fenja Mitzel

@cmsd