Mittlerweile schon fast traditionell brach die SG Kappelwindeck/Steinbach zwischen Weihnachten und Neujahr nach Lund auf, zum weltgrößten Hallenhandballturnier.

Dieses Jahr startete man die Tour eher im kleineren Kreis mit zwei Kleinbussen, die am späten Abend am 25.12 gen Schweden losrollten. Angemeldet waren wir in der Kategorie Girls 16, also Jahrgang 2003 und jünger, mit einem Team gemischt aus C- und B-Mädchen.

Gegen Mittag am 26.12 trafen wir in Schweden ein, bezogen unsere Unterkunft (Klassenzimmer) und besuchten die Eröffnungsfeier mit Lichtshow, Zirkuskunststücken, Tanz- und Gesangselementen, Nationenvorstellung und vielem mehr in der großen Skane Arena.

Einen Tag später starten wir ins Turnier. In der Gruppenphase erwartete uns ein buntes Teilnehmerfeld: mit dem TV Nellingen 1 ein Altbekannter aus der BWOL, mit HLZ Ahlen ein weiteres deutsches Team aus deren Oberliga, einem tschechischen Team (TJ Tatran Bohunice) und zwei schwedischen Teams (Skuru IK 1 und Stockholmspolisen IF HF).
Gegen die Tschechen konnte man sich in einem spannenden Match mit 17:16 durch ein Tor von Ella Knopf in letzter Sekunde durchsetzen, gegen Skuru verlor man in der Schlussphase den Faden und hatte mit 15:20 das Nachsehen. Unser letztes Gruppenspiel des Tages ging trotz starker Torhüterleistung von Ina Rahner an Nellingen, insgesamt war man etwas gehemmt, dass man in solcher einer Besetzung ohnehin keine Chance hat gegen solch einen starken Oberligagegner. Am 20.2 20 Uhr wird man sich dann aber wieder auf Augenhöhe in der Schwarzwaldhalle Bühl begegnen.
Am zweiten Turniertag standen die beiden restlichen Gruppenspiele an. Das deutsche Duell gegen Ahlen konnten wir klar für uns entscheiden, gegen Stockholmpolisen konnten wir leider nicht an diese Leistung anknüpfen.

Damit qualifizierten wir uns für die B-Playoffs und traten im Sechzehntelfinale gegen Trelleborgs HBK an und konnten mit einem harten Stück Arbeit mit 14:10 das Spiel für uns entscheiden. Im Achtelfinale trafen wir auf überforderte Deutsche aus Münster (22:9). Im Viertelfinale wartete wieder ein schwedisches Team (IF Swithiod), das keine mit 17:11 keine Hürde darstellte. Im Halbfinale wartete mit Linköping dann ein echter Brocken – sowohl kräftemäßig nach schon drei absolvierten Spielen als auch spielstarke und körperlich überlegene Schweden. Und nach eher zögerlichem Beginn und einem folgerichtigen Rückstand von 2:8 (nach 10 min) sah es alles andere als nach einem Finaleinzug aus. Zur Pause konnte man immerhin auf 4:8 verkürzen. Und was wir dann ablieferten vor heimstarker Kulisse, war unser bestes Turnierspiel. Kampfgeist und disziplinierte offensive Deckung, die man in Schweden in der Form nicht ganz so kennt, ließ das Spiel kippen. Über 5:8, 8:10, 9:13, 12:13, 13:13 und 15:13 drehten wir das Spiel und unbeschreiblicher Jubel brach nach Schlusspfiff aus. Ein Spiel, das niemand so schnell vergessen wird und unglaublich zusammenschweißt. Am Finaltag (30.12) ging es im Victoriastadion erneut gegen den tschechischen Vertreter Bohunice. Nach starker Anfangsphase war man sich seiner Sache wohl zu sicher und verlor am Ende mit 15:19. Dennoch war es in Summe trotz vieler Verletzungssorgen im Vorfeld und vor Ort eine starke Turnierleistung mit einer verdienten Silbermedaille.
Für die Mädels war der Besuch der Lundaspelen noch mal ein richtiges Highlight zum Jahresabschluss und als Team sind sie noch enger für die Rückrunde zusammengewachsen.

@sd

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