Herren verlieren Heimspiel gegen Freiburg

Es war die Frage des Abends: War der Ball vor oder nach Spielende im Tor? Selbst die Schiedsrichter waren sich nicht ganz einig. Schlussendlich wurde das Tor gewertet, und es gab erneut eine knappe Niederlage.

Unter der Woche kam die Meldung, dass Maxi Maier mit einer Verletzung am Meniskus länger ausfallen wird. Damit ging es personell weiter dezimiert in die Partie – und es begann zunächst gut für die Gastgeber. Nach zwischenzeitlichem 0:1-Rückstand konnte die Mannschaft um Jan Keller beim 4:2 (5.) mit zwei Toren in Führung gehen. Zwar folgte fünf Minuten später der Ausgleich zum 5:5 durch Philipp Böhringer, aber die Mannschaft aus dem Kappler und Steinbacher Rebland blieb diejenige, die vorlegen konnte. Luka Misetic und Kaj Leimgruber trafen hintereinander zur 10:7-Führung (19.), ehe Freiburg-Zähringen eine Auszeit nahm. Sechs Minuten vor der Halbzeit erzielte Felix Bühler den Anschlusstreffer für die Breisgauer, und die Hausherren zogen ihrerseits die Auszeit. Die Besprechung wirkte, und man ging mit einer 13:11-Führung – per Siebenmeter durch Jan Keller – in die Halbzeit.

Auch mit Wiederanpfiff waren es die Gastgeber, die weiterhin in Führung blieben. Tim Schreck erzielte das zwischenzeitliche 14:11 (31.). Für die Breisgauer traf Moritz Bretz doppelt und sorgte so für den 14:13-Anschlusstreffer (35.). In dieser Phase schlichen sich wieder vermehrt Fehler im Angriffsspiel der Spielgemeinschaft ein und ermöglichten den Breisgauern den Ausgleich zum 15:15 (39.). Eine Auszeit durch SG-Trainer Sigurjón Sigurðsson brachte im Anschluss zwei Treffer durch Leimgruber und Schreck – zum 17:15 (41.). Doch auch die Gäste trafen weiter und konnten drei Minuten später beim 17:17 (43.) erneut ausgleichen. In der Folge gab es leichte Vorteile für die Gäste, die nun mit 17:19 (45.) in Führung gingen. Diese hielt bis zum Doppelschlag von Jan Keller, der den erneuten Ausgleich zum 19:19 (47.) brachte. Leider leistete man sich wieder einfache Fehler im Angriff, die Freiburg konsequent nutzte.

In den folgenden Minuten gelang den Gästen erneut eine Zwei-Tore-Führung – 19:21 (48.). Es war dann Tim Schreck, der den Anschlusstreffer zum 20:21 (49.) erzielte. Dabei wurde ihm allerdings in den Wurfarm gegriffen, und er fiel für den Rest der Partie aus.

Die Freiburger legten nun vor, und Kappelwindeck/Steinbach zog nach. Eine zwischenzeitliche 24:23-Führung (58.) durch Stefan Schmitt wendete sich in einen erneuten 24:25-Rückstand (59.). Im vermeintlich letzten Angriff des Spiels traf dann Christian Gemeinhardt zum 25:25-Ausgleich – vier Sekunden vor dem Spielende. Die SG agierte mit dem siebten Feldspieler.

Ob er bei dem Wurf so weit gefoult wurde, dass es eine Zeitstrafe hätte geben müssen, sei dahingestellt. Das Spiel ging weiter, und Freiburg warf bei 59:59 von der Mittellinie per Bogenlampe in Richtung des leeren SG-Tores. Der Ball sprang vor dem Tor noch einmal auf und landete dann im Netz. Doch war die Spielzeit schon abgelaufen? Die Torschiedsrichterin war sich nicht sicher, der Feldschiedsrichter – noch fast mittig in der Freiburger Hälfte – war sich sicher. Das Tor wurde gewertet.

Schlussendlich war es wieder eine bittere Niederlage – ein Unentschieden wäre verdient gewesen.

Es gilt nun, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern motiviert in die anstehenden Derbys zu gehen. Am Samstag steht mit der SG Muggensturm/Kuppenheim das erste auf dem Spielplan. In der vergangenen Saison gelang dort ein Husarenstück – der erste Auswärtssieg in Muggensturm seit einer gefühlten Ewigkeit. Diesen Erfolg will man nun gerne wiederholen.