Ein unheimlich rassiges, tempogeladenes und äußerst sehenswertes Spiel durften die zahlreichen Zuschauer am Sonntag in der Südbadischen Sportschule erleben. Im Duell der bisher noch ungeschlagenen Teams aus Göppingen und Steinbach/Kappelwindeck wurde alles geboten, was Frauenhandball eigentlich so sehenswert machen kann.

Dabei legte der schwäbische Bundesliga-Nachwuchs zu Beginn los wie die Feuerwehr und zwangen das einheimische Trainerteam beim Stande von 2:6 recht früh zu einer ersten Auszeit und einigen taktischen Umstellungen. Bis dahin liefen die Rebländerinnen immer wieder in schnelle Konter, bzw. blitzschnell ausgeführte „Schnelle Mitte“ nach eigenen Torerfolgen. Mit einer kampfstarken und effektiven Carla Schmitt konnte man dann aber den Anschluss herstellen, die dann aber leider nach einer Gesichtsverletzung nach 25 Minuten vom Platz musste. Dies war aber erfreulicherweise mehr Ansporn als Schock für die übrigen Mädels, die nun unter der Regie der überragenden Alica Burgert, gemeinsam mit Fiona Friedrich und der wieder einsetzbaren Franzi Manz dem Spiel den Stempel aufdrückten. Dazu trafen auf der rechten Seite die beiden Youngsters Hildebrand und Melcher immer wieder spektakulär aus dem Rückraum und Nathalie Droll hielt mit einer unermüdlich ackernden Mareike Irtenkauf die Abwehr zusammen. So schaffte man beim 10:10 erstmals den Ausgleich, um bis zur Pause einen 16:14 Vorsprung herauszuwerfen.

Auch nach der Pause wog die Begegnung mit leichten Vorteilen und ständiger knapper Führung immer wieder hin und her, wobei man mit der groß gewachsenen Linkshänderin Julia Schraml mehr Mühe hatte als zu Spielbeginn, die immer wieder mit spektakulären Rückraumwürfen glänzte und von einer guten Miriam Federau im Tor oft nicht zu entschärfen waren. Sehenswert dann aber auch die eigenen Treffer, vor allen Dingen jetzt von Sara Hildebrand und der bis zum Schluss überzeugend spielenden Alica Burgert, die sich mit solchen Leistungen hoffentlich wieder in den Dunstkreis der Juniorinnen-Nationalmannschaft zurück kämpfen kann.
Auch wenn die Göppinger Mädels das Tempo und die Moral bis zum Schluss ganz hoch hielten – näher als 3 Treffer ließ man den Gegner nun nicht mehr kommen und blieb bis zum Schluss klar auf Siegeskurs eines tollen Handballspiels. Die SG-Mädels konnten einmal mehr beweisen, dass sie auf Top-Niveau absolut mithalten können, hat man doch nun mit Birkenau und Göppingen zwei Teams besiegen können, die am 20.12.14 um den Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Jugendmeisterschaften kämpfen. Dies dürfte nach dem unglücklichen eigenen Ausscheiden aus dieser Meisterrunde in der Jugendbundesliga auch weiter Ansporn genug sein, auch in dieser Saison einen Spitzenplatz in Baden-Württemberg zu behaupten.
Vor der Winterpause steht nun am Samstag noch die Auswärtspartie in Nellingen an, bevor sie die Spielerinnen wieder auf die Rückrunde in den verschiedenen Teams vorbereiten.

Die Aufstellung:
SG Steinbach/Kappelwindeck:
Tor: Zoe Ludwig, Viktoria Dike, Miriam Federau
Fiona Friedrich (2), Carla Schmitt (4), Alica Burgert (11), Larissa Melcher (5), Sara Hildebrand (10/4), Lea Buchholz, Fitore Aliu, Mareike Irtenkauf, Nathalie Droll (2), Franzi Manz (2),

1 KOMMENTAR

  1. Ich bin mit dem Bericht völlig einverstanden. Auchich finde, dass es ein tolles Mädchenspiel war. Aber bitte verändert das Ergebnis: 36:33

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